Häufig gestellte Fragen

Muß man katholisch sein?

Nein.

Die Ukrainische Katholische Universität (UKU) ist mit der Ukrainisch-Griechisch-Katholischen Kirche verbunden. Die DSS ist nicht nur eine akademische, sondern auch eine spirituelle Einrichtung. Gedacht ist dies sowohl für die Studierenden (einige sind Priesteramtskandidaten oder angehende Ordensleute) als auch für die Lehrenden. Es soll betont werden, daß der geistliche Aspekt ein lebendiger und integraler Teil der Deutschen Sommerschule sein wird. Religiöse Berufe oder kirchliche Ausbildungen werden jedoch für die Teilnahme weder bei den Studenten noch bei den Lehrern vorausgesetzt; es wird aber erwartet, daß beide in der Regel an allen drei täglichen Gebetszeiten teilnehmen.

Braucht man Lehrerfahrung?

Nein.

Die Studierenden der UKU haben schon Kurse in Deutscher Sprache besucht. Die DSS will den Studierenden durch den Kontakt zu Muttersprachlern einen intensiveren Umgang mit dieser Sprache ermöglichen, wobei die Betonung mehr auf Kommunikation und Interaktion und weniger auf „formalem“ Lehren liegt (deshalb sollen die Lehrenden auch einen beträchtlichen Teil ihrer Freizeit mit den Studierenden verbringen). Dieses Tätigkeitsprofil von freiwilligen Lehrern für die DSS setzt also keine Lehrerfahrung voraus; Erfahrungen vor allem in der kirchlichen Jugendarbeit sind aber von Vorteil. Auch sei man sich bewßt, daß man im Lager eine „Führungsposition“ innehat.

Gibt es eine Altersbeschränkung?

Jein.

Freiwillige müssen mindestens 18 Jahre alt sein. Auf Grund der besonderen Eigenschaften der DSS-Gegebenhieten (Reise ins Ausland, „Führungsrolle“, etc.) bevorzugt die UKU Personen, die mindestens 20 sind und/oder mindestens zwei Jahre studiert haben.

Müssen die Lehrenden Ukrainisch können?

Nein.

Während des ganzen Lagers soll grundsätzlich immer und überall Deutsch gesprochen werden. Bei eventuellen Sprachproblemen helfen die Organisatoren und Koordinatoren des Lagers, die mehrsprachig sind.

Was beim Unterrichten beachtet werden sollte?

Die Studierenden werden nach den Ergebnissen von schriftlichen und mündlichen Tests in Gruppen eingeteilt; auf jeden Lehrenden entfallen zwischen 4 und 7 Studierende. Die DSS verfügt über eine eigene Bibliothek, in der Unterrichtsmaterial (Lehr-, Grammatik-, Übungs- und Lesebücher) zu Verfügung stehen. Eigenes Material in jeder Form (auch Videos, etc.) ist herzlich willkommen! Wie aus dem Stundenplan schon hervorgeht, sollen in der ersten Stundedie Tageslesungen der Liturgie erarbeitet werden (Texte stehen zur Verfügung): Unbekannte Wörter werden erklärt, ebenso bietet sich Diskussionsstoff. Die folgenden 2 Unterrichtseinheiten(UE) dienen dem Aneignen von Grammatik und der deutschsprachigen Kommunikation.

Nach dem Mittagessen wechseln die Lehrer ihre Klassen. In der dann folgenden Lesestunde soll der Umgang und das Verstehen von Texten gefördert werden (auch hier bieten sich natürlich wieder Diskussionsstoff sowie reichlich Möglichkeiten, den Wortschatz zu erweitern).

Ab der zweiten Woche müssen die Studierenden auch Wahlfächer belegen; diese finden nach der Lesestunde statt. Jeder Lehrer ist gehalten, selbst mindestens zwei Themen auszuwählen und diese dann (am besten noch zu Hause) vorzubereiten. Diese Themen werden dann jeweils eine ganze Woche behandelt, die Studenten können frei wählen, allerdings ist die Wahl dann verbindlich. In der folgenden Woche kann wieder neu gewählt werden. Den Themen sind hierbei keine Grenzen gesetzt; ein paar Beispiele aus vergangenen Jahren mögen dies illustrieren: Geschichte der EU, Einführung in byzantinische Spiritualität, Mönchtum und Liturgie, Singen von modernen Gesängen, Vergleich der Schulsysteme in der Ukraine, Deutschland und Österreich; ökonomische und juristische Fragen in Bezug auf die EU, Theatergruppe, u.v.m.

Es sei nochmals darauf hingewiesen, daß der Schwerpunkt nicht so sehr auf „formalem“ Lehren zu liegen braucht, sondern daß Interaktionen, Rollenspielen und Kommunikationsübungen etc. ein breiter Raum gewährt werden kann.

Die Studenten sollen ein „Journal“ führen, das von den Lehrern mindestens 4 mal pro Woche eingesammelt wird; die Lehrer mögen den Studenten Ideen und Themen stellen, um den Umgang der geschriebenen Sprache zu üben. Gelegentlich können auch andere Hausaufgaben gegeben werden.

Ebenso sind die Lehrenden gehalten, regelmäßig kleine Tests zur Leistungserhebung durchzuführen. Am Ende der Schule wird es darüber hinaus noch eine Abschlußprüfung geben.

In die abschließende Bewertung der Leistungen der Schüler sollen nicht nur Sprachkenntnisse einfließen, sondern auch das Verhalten, die Entwicklung des Schülers, die Pünktlichkeit in der Klasse, die Partizipation im Gottesdienst, Hausaufgaben und Journal, Fleiß, Hilfsbereitschaft und Soziale Kompentenz, Engagment und anderes mehr). Wie in Mitteleuropa üblich kommt die Abschlussnote nicht rechnerisch zustande. In Zweifelsfällen kann mit der Leitung und/oder Lehrerkollegen Rücksprache gehalten werden.

Wie sehen die Abende aus?

Das Abendprogramm ist eine Mischung aus Gruppenaktivitäten, geistlichem Programm, Studium und Sport. Auch hier sind Ideen von Seiten der Lehrer gefragt. In den vergangenen Jahren hatten wir zum Beispiel Lagerfeuer, sportliche Wettkämpfe, Tanzen, Talentshow, Sketche…. (Die Wahlfächer können zur Vorbereitung dieses Programms herangezogen werden.) Trotz „entspannter“ Atmosphäre sollte das Erlernen der deutschen Sprache nicht vergessen werden!

Wie sind die Bedingungen während der Schule?

Die Bedingungen im „Lager“ können mitunter schwierig sein. Es wird erwartet, daß die Teilnehmenden gesund sind (ein Teil der Aktivitäten sowie der Freizeit findet ja im Freien statt). Für Kranken- und Unfallversicherung ist jeder Teilnehmer selbst verantwortlich! Gutes Schuhwerk, Wander- und Freizeitkleidung sind unabdingbar. Ebenso eine „Sonntagskleidung“. Trotz guter Verpflgung sollte man nicht allzu wählerisch beim Essen sein (bitte teilen Sie uns allfällige Lebensmittelbeschränkungen Ihrerseits vorher mit!); serviert wird typisch ukrainische Küche im „Cafeteria-Stil“.

Unter Umständen kann das waremes Wasser nicht 24 h pro Tag verfügbar sein. Trinkwasser wird für die Teilnehmer bereitgestellt (das Leitungswasser sollte besonders in den Städten nicht getrunken werden). E-mail-Zugang kann in der Schule nicht garantiert werden. Gelegentlich wird es aber Möglichkeiten geben.

Die Lehrenden werden im Lager in 2- bis 3-Bett-Zimmern untergebracht.

Ausflugsmöglichkeiten

Das russ.-orth. Kloster Hiob von Potschaijev ist nach dem Höhlenkloster in Kiev das älteste Kloster der Ukraine. Eine echte Sehenswürdigkeit! Die wunderschöne ländliche Lage von Pidkamen bietet viele Spazier- und Wanderwege. Ebenso besteht die Möglichkeit, vor und nach dem Lager Städte in der Ukraine zu besichtigen; näheres sollte mit den Lagerleitern besprochen werden.

Religion und Spiritualität

Der zweite Schwerpunkt der DSS ist wie eingangs bereits erwähnt, spiritueller Art. Das ist nicht nur für die Studenten, sondern auch für die Lehrenden von Bedeutung. Für viele römisch-katholische oder evangelische Lehrer wird die Byzantinische Liturgie eine neue Erfahrung sein. Diese Tradition ist reich und wunderbar und hat allen Christen viel anzubieten.

Der Tag beginnt mit der Göttlichen Liturgie. Die Eucharistie als Gemeinschaft zu feiern, ist nicht nur ein großartiger Beginn für den Tag, sondern sie erinnert jeden von uns daran, zu lieben, zu beten und zu dienen. Vor dem Mittagessen wird ein fünfzehnminütiges Gebet (Sext) gefeiert; vor dem Abendessen finden sich alle zum Vespergebet ein. Die Lehrenden, die aktiv am spirituellen Ablauf teilnehmen, werden die wahrhaftige Gegenwart des Heiligen Geistes erfahren , sie werden ihre Liebe zu Gott erneuern können und fühlen, was es bedeutet, Ihm als Christ zu folgen.

Und was kostet das Ganze?

Größere Kosten für die Lehrenden entstehen eigentlich nur durch die Anreise. Für den Zeitraum vom 30.07. bis 22.08. inklusive (Zeit im Lager sowie Einführungstage für die Lehrkräfte) werden die Kosten von der UKU übernommen.

Wo werden die Lehrer vor und nach der Schule untergebracht?

Während der Vorbereitungszeit und in der ersten Nacht nach der Schule organisiert und finanziert die UKU die Unterbringung der Lehrer. Davor und danch hilft sie gerne, kann aber keine Garantien und vor allem keine Kosten übernehmen.

Was machen wir am Sonntag?

In der Regel entscheiden Administration und Lehrer gemeinsam wo es hingeht; die letzte Entscheidung liegt aber bei der Administrativen Direktorin, die neben Kultur und Paedagogik auch auf einen angemessenen Einsatz von Geld und Zeit zu achten hat.

Eine neue Idee ist, ein Sonntag in Lviv zu verbringen. Dieser Vorschlag war 2009 von Schuelern und Lehrern positiv aufgenommen worden; Wiederholung moeglich, wenn erwuenscht.

Das russ.-orth. Kloster Hiob von Potschaijev ist nach dem Höhlenkloster in Kiev das älteste Kloster der Ukraine. Eine echte Sehenswürdigkeit!

Die wunderschöne Lage bietet viele Spazier- und Wanderwege; Picknick inklusive!

Bereits ein Klassiker ist der Ausflug nach Krechiw, einem ehrwuerdigen griechisch-katholischem Kloster, dass durch seine historischen Anlage, seine moderne Holzkirche, ganz ohne Verwendung von Naegeln, Leim oder aehnlichem in den letzten Jahren errichtet und seine Umgebung brilliert.

Natuerlich besteht die Möglichkeit, vor und nach der Schule Städte in der Ukraine zu besichtigen.